Akademie für Kinder- und Jugendlichen Psychotherapie GmbH * Bohmter Str. 1 * 49074 Osnabrück

News

Die transgenerationale Weitergabe von Traumata unter besonderer Berücksichtigung der Folgen des 2. Weltkrieges

Dpl.-Psych. J. Bohmann-Tapken, KJP

 

"Krieg hört nicht auf, wenn die Waffen schweigen. Krieg schädigt nachhaltig die Beziehungsfähigkeit und damit auch die Beziehungen in Familien. Wer als Therapeut über die NS-Zeit, Krieg und Vertreibung als Themen der eigenen Familiengeschichte Bescheid weiß, kann seinen Patienten besser helfen." (S. Bode)

Grundlage des Vortrages bildet ein Buch des Psychologen und Psychotherapeuten Rüdiger Opelt, der in seinem Buch "die Kinder des Tantalus" anhand des bekannten Mythos beschreibt, wie verdrängtes Trauma über die Generationen weitergegeben wird, dass also zurückliegende Gewalt auch Kinder und Kindeskinder krank macht.

 

Vortrag am 11.08.17 von 9:00 - 12:00h

Bohmter Str. 5, EG

 

 

 

 

Das Büro der AKJP (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!/0541-20227-91) bittet um Anmeldung.

 

Uncategorised

In der AKJP werden Absolventen einer Hochschule  mit einem Abschluss in Psychologie, Pädagogik und/oder Medizin nach der Rahmenausbildungs- und Prüfungsverordnung zu Kinder u. Jugendlichen Psychotherapeuten ausgebildet.

Der psychotherapeutische Schwerpunkt der AKJP ist Verhaltenstherapie.

Nach der dreijährigen Vollzeitausbildung absolvieren die Teilnehmer die staatliche Prüfung und können sich mit der Approbation bei der kassenärztlichen Vereinigung um eine Kassenzulassung als Kinder- und Jugendlichen - Psychotherapeut bemühen und sich in "freien" Bezirken niederlassen und an der kassenärztlichen Versorgung teilnehmen.
 

AKJP Akademie für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Osnabrück GmbH

Geschäftsleitung: Dr. Josef Könning

Fachausschuss für Psychotherapie der AKJP
Dipl.-Psych. Martin Brentrup
Brigitte Geupel
Dipl.-Psych. Manfred Kemper
Dipl.-Psych. Bernhard Kleining
Dipl.-Psych. Dr. rer.nat.Josef Könning
Dipl.-Psych. Imke Sachteleben
Dipl.-Psych. Dr. phil. Stephan Theiling
Dipl.-Psych. Thyra von Heyden

Wissenschaftlicher Beirat in der Ausbildungsakademie
Prof. Dr. Döpfner, Universität Köln, Medizinische Fakultät
Prof. Dr. Esser, Universität Potsdam, Institut für klinische Psychologie
Prof. Dr. Schneider, Universität Bochum, Fachbereich Psychologie
Prof. Dr. Arist v. Schlippe

(Bohmter Str. 1)

 

(Bohmter Str. 5)

 

Der Therapeutische Schatzkoffer


Fortbildungstage
für therapeutisch Tätige
in Lentas (Kreta)
15-20.9.2018


Liebe psychotherapeutisch Tätige

Seit mehr als zehn Jahren bieten wir PsychologInnen, ÄrztInnen, PädagogInnen und KollegInnen ähnlicher Berufsgruppen in Lentas auf Kreta die Möglichkeit, ihre therapeutische Arbeit außerhalb des Alltags zu reflektieren, sowie ihren Methodenschatz aufzufrischen und zu erweitern. Diese Tradition möchten wir fortführen unter dem Titel: Der Therapeutische Schatzkoffer.  
 
Methodische Inputs, die Sie für ihre berufliche Tätigkeit direkt übernehmen können, vermitteln wir in kleinen Übungen und an von Ihnen eingebrachten Fallbeispielen. Dabei orientieren wir uns schulübergreifend am humanistischen Ansatz und knüpfen somit an der Tradition des antiken Griechenlands an.

Das kleine Dorf Lentas, damals ein Kurort, bietet auch heute mit seinen Buchten, den Bergen und den Spuren des Asklepios-Heiligtums einen wertvollen Rahmen die Perspektive zu verändern und sich mit Vertrautem und Neuem möglichst entspannt auseinander- und zusammenzusetzen.   
 
Die Veranstaltung ist von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen (PKN) mit 32 Fortbildungspunkten akkreditiert und wird von der Ärztekammer anerkannt.

Weitere Informationen

Seminargebühr bei Anmeldung bis 15.3.2018 420,- €, danach 470,- € (incl. MWSt).

Anmeldungen bitte direkt an die AKJP (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), weitere Infos bei den Referentinnen:
 
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Betreff: Lentas - oder Tel.: 05451/997868
 
Zu Anreise und Unterkünften:

(z.B. Lentas Bungalows ca. 30 €/Nacht)

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

Betreff: Lentas - oder Tel.: 0541/9587657

I-net: www.kerstin-horngacher.de

Übersicht über die therapeutischen Spiele.pdf

Spiele ab 10 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spielname

Beschreibung

Dauer

Anzahl

Alter

 

 

 

 

 

„Don`t worry“ The Simpsons

Kann als Familienbrett genutzt werden

 

 

 

Das blaue Amulett

Strategiespiel, Konzentration

60min

2-4

10

Scrabble

Gedächtnis, Kombinatorik

 

2-4

,

ab 10

Die Siedler von Catan

Strategiespiel, Konzentration

75min

3-4

10

Löwenherz

Strategiespiel, Konzentration

60-90min

2-4

12

Civilisation

Strategiespiel, Konzentration, Geschichte

 

2-8

12

Backgammon

 

Strategiespiel, Konzentration

 

2

 

Die Kaufleute von Amsterdam

Strategiespiel, Konzentration

90min

3-5

10

Confusion

Konzentration und Reaktion auf Basis der visuellen Wahrnehmung

15min

2-5

10

Caesar & Cleopatra

Strategiespiel, Konzentration

30-40min

2

10

Personality

 

Perspektivenwechsel

30 min.

3-8

14

Confusion

Reaktion und Konzentration auf visueller Basis

15min

2-5

10

Ubongo

 

Kombinatorik, Gedächtnis

20-30 min.

2- 4

8

Doppelkopf

 

Konzentration

 

 

 

Domino

 

Konzentration, visuelle Wahrnehmung

 

 

 

Der kleine Prinz

Kreativität, Gesellschaft

60-90 min.

3-6

ab 10

Activity

 

Kommunikation, Selbstbewusstsein

 

3-16

ab 12

Therapy

Spielerischer Umgang mit Therapie und Psyche, Einschätzung Anderer

 

3-6

ab 15

 

 

 

8 -10Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spielname

Beschreibung

Dauer

Anzahl

Alter

 

 

 

 

 

Das verrückte Labyrinth

Konzentration und Strategie

20 min.

1-4

8

Carasonne

 

Konzentration und Strategie

30-45 min.

2-5

8

Abalone

 

Konzentration und Strategie

 

2

8

Rummikub

Konzentration und Strategie auf visueller Basis mit Zahlenverständnis

45 min.

2-4

8

Fluchduell

Reaktion

15 min.

2-4

8+

Räubersprung

 

Anleitung fehlt

30 min.

2-4

8

Pharao

 

Konzentration und Strategie

30-45 min.

2-5

8

Alles im Eimer

 

Konzentration, Motorik, Strategie

20 –40 min.

2-6

8

Lumberjack

Bausteine, Strategie, Konzentration, Motorik

30 min.

2-5

8

Tabu Junior

Kommunikation, Konzentration, Reaktion

 

4+

8

Ligretto

 

Reaktion

10 min.

2- 4

8

Skip –Bo

 

Reaktion, Konzentration

 

2 – 6

7

Make`n Break

Koordination, Konzentration, Wahrnehmung

 

2-4

8 -99

Ubongo

Kombinatorik, Gedächtnis

20-30 min.

2-4

ab 10

Dampf-Hammer-Hart

Konzentration, Geschicklichkeit

35 min.

2-4

ab 8

6 nimmt

Konzentration

45 min.

2-10

ab 10

Carabande

Geschicklichkeit, Motorik

 

2

 

Labyrinth der Ringe

Strategie, Konzentration

 

2-4

ab 10

Schach

 

Konzentration, Strategie

 

2

 

Skat

 

 

 

2

 

 

 

 

 

 

 

5-8 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spielname

Beschreibung

Dauer

Anzahl

Alter

 

 

 

 

 

Uno

 

Reaktion

 

2-10

7

Make`n Break Junior

Geschicklichkeit, Konzentration

15-20 min.

2-5

ab 5

Villa Paletti

Feinmotorik, Konzentration

20-30 min.

2-4

ab 8

Skip Bo Junior

Kombination, Reaktion

 

2-4

ab 5

Mauseschlau und Bärenstark unter Wasser

Wissen und Konzentration

45min

2-4

6

Flottenmanöver

Strategie, Konzentration, Gedächtnis, visuelle Vorstellung

 

2

7

Schach

Konzentration und Strategie, visuelle Vorstellung

 

2

6

Elfer raus

Strategie Konzentration, Gedächtnis

30min

2-6

7

Murmelmonster

 

Konzentration

 

2-4

6

3 mal:

Spielesammlung

Diverse Spiele

 

 

 

Dame

Konzentration und Strategie, visuelle Vorstellung

 

2

6

Mühle

Konzentration und Strategie, visuelle Vorstellung

 

2

6

Schöne weite Welt

 

Geografie, Konzentration

 

1-6

6

Ploppster

 

Reaktionsspiel

 

2

6

Scrabble Junior

Konzentration, verbale Fähigkeiten

 

2-4

5

Sagaland

Strategie, Konzentration, Gedächtnis

30-60

2-6

6

Janoschs Schatzsuche

Konzentration, Gedächtnis

 

3-6

5

3 mal: Monopoly junior

Strategie, Konzentration

 

2-4

5-8

Mäuseschlau und Bärenstark

Wissensabfrage und Handlungsanforderungen

30min

2-6

5

Stapelmännchen

Konzentration, motorische Geschicklichkeit

 

1-4

5

Puzzel

Visuelle Vorstellung, Gedächtnis

 

 

5

Gruselino

Konzentration, Gedächtnis, Reaktion, visuelle Vorstellung

 

2-4

5

Junior Labyrinth

 

Konzentration, Aufmerksamkeit, Ablenkung, Kombinatorik

15 min.

 

 

Ligretto junior

 

Reaktion, Kombinatorik

10 min.

2-5

6

Uno Batman begins

Reaktion, Gedächtnis

 

2-10

7

Schwarzer Peter

Visuelle Wahrnehmung (Zahlen)

 

 

 

 

Sagaland

Strategie, Gedächtnis, Konzentration

30-60 min.

2-6

6

Janoschs Schatzsuche

Konzentration, Gedächtnis

 

3-6

5

2x Monopoly junior

Strategie, Konzentration

 

2-4

5-8

Mäuseschlau und Bärenstark

Wissensabfrage, Handlungsanforderungen

30 min.

2-6

5

Stapelmännchen

Konzentration, motorische Geschicklichkeit

 

1-4

5

Puzzle

Ausdauer, visuelle Vorstellung, Gedächtnis

 

 

5

Gruselino

Konzentration, Gedächtnis, Reaktion, visuelle Vorstellung

 

2-4

5

Junior Labyrinth

Konzentration, Aufmerksamkeit, Ablenkung, Kombinatorik

15 min.

 

 

Ligretto Junior

Reaktion, Kombinatorik

10 min.

2-5

6

Uno Batman begins

Reaktion, Gedächtnis

 

2-10

7

Oh wie schön ist Panama

 

 

2-5

5-12

Das verflixte Schildkrötenspiel

Ausdauer

 

 

6-99

Halli Galli

 

Auge-Hand-Koordination, Reaktionsvermögen, Schnelligkeit

15min.

2-6

6+

Slotter

Kombinatorik

15 min.

2

7+

Wackelturm

Organisation, Konzentration, Geschicklichkeit

 

2-6

5+

 

 

3-5Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spielname

Beschreibung

Dauer

Anzahl

Alter

 

 

 

 

 

Verzauberter Elfenwald

Merkspiel, Konzentration

15 min.

2-4

ab 5

Monte Rolla

Motorik, Frustrationstoleranz

 

2-4

ab 4

Blinde Kuh

Geschicklichkeit, Gedächtnis, Kreativität

15-20 min.

1-4

3-7

Da ist der Wurm drin

Gedächtnis, Aufmerksamkeit

15-20 min.

2-4

ab 4

Lotti

Strategie Konzentration, Gedächtnis

 

2-4

4

Angelspiel

 

Motorische Fähigkeiten

 

1-6

3

Kleiner Eisbär kannst du fischen?

Konzentration, Gedächtnis

15-20

2-4

4

Der Maulwurf

 

Zum Erlernen des sozialen Spiels

20min.

2-4

4-8

Das Hämmerchen Spiel

Motorische und visuelle Anforderungen(Farben und Formen)

 

1

4-7

Aquarium

 

Motorische Anforderungen

 

1-4

3,5

Labido

Motorische und visuelle Anforderungen

 

1

3

Mein allererstes Wissens-Quiz

Wissensspiel Konzentration

30-60

1-12

5

Buchstabieren

Lesen/schreiben visuelle und motorische Anforderungen

 

 

 

Schau genau

Konzentration, visuelle Anforderungen(Farben und Formen)

 

1-6

5

Tempo kleine Schnecke

Erlernen des sozialen Spiels und erlernen von Spielregeln, visuelle Reize (Farben/Formen)

20min

1-6

3-8

Farbenbär

 

Visuelle Wahrnehmung

 

2-4

3,5-6

Domino

Visuelle Wahrnehmung, motorische Anforderungen

 

2-6

4-8

Pferde Memory

Konzentration und Gedächtnis, visuelle Wahrnehmung

 

2-8

4

Findet Nemo

Konzentration und Gedächtnis, visuelle Wahrnehmung

 

2-8

4

Micky Maus Memory

Konzentration und Gedächtnis, visuelle Wahrnehmung

 

2-8

4

Differix

 

Konzentration, visuelle Wahrnehmung

15-20

1-4

4-9

Cologramm

Konzentration, visuelle Wahrnehmung

20 min.

1-6

3-8

Quiz

Gedächtnis, Allgemeinwissen

10 min.

    2-6

 

Puzzle 2x49 Teile

 

Konzentration, Kombinatorik

 

 

5

 

 

Std. Datum Workshop Referent/-in
9 08.05.17

Begrüßung

Einführung in die Verhaltenstherapie und die Grundlagen des sozialen Verhaltens

Herr Dr. Könning; PP/KJP
9 09.05.17 Einführung in das Spiel als Medium in der Kinderverhaltenstherapie Frau von Heyden, KJP
9 10.05.17 Systemische, lösungsorientierte und VT-Konzepte zur Beziehungsgestaltung in der Elternarbeit Frau Geupel, KJP
9 11.05.17 Einführung in klinische Störungsbilder und Diagnostik psychischer Störungen Frau Tinnemeyer, KJP
9 12.05.17 Einführung in die Testdiagnostik Frau Stührenberg, KJP
9 23.05.17 Psychiatrische Krankheitsbilder in der Kinder- und Jugendzeit Herr Pietsch-Gewin Ki Ju Psychiater
  19.05.17 Ausbildungssupervision Frau von Heyden
9 13.06.17 Einführung in die Psychopharmakotherapie für Kinder und Jugendliche Herr Pietsch Gewin. Ki Ju Psychiater
9 14.06.17 Entwicklungspsychologie Dr. Ollefs
  16.6.17 Pädagogentutorium 1 Frau Stührenberg
9 20.06.17 Praktische Testdurchführung üben Frau Stührenberg, KJP
9 08.08.17 Einführung in verhaltenstherapeutische Methoden I Frau v. Heyden, KJP
9-15:30h 11.08.17 Pädagogentutorium 2 & 3 Frau Stührenberg
9 22.08.17 Verhaltenstherapeutische Methoden II Operante Methoden und Selbstkontrolle Herr Dr. Könning, PP/KJP
9 05.09.17 Einführung in Problemanalyse Herr Dr. Könning, PP/KJP
  08.09.17 Ausbildungssupervision fällt aus neuer Termin kommt Herr Dr. Könning
9 19.09.17 Fallkonzeptualisierung und Therapieplanung Frau von Heyden, KJP
9 17.10.17 Kontaktaufnahme/Beginn der Therapie Herr Dr. Theiling, PP/KJP
9 24.10.17 Einführung in Familientherapie und Familiendiagnostik Herr Brentrup PP/KJP
9 21.11.17 Biologisch-neurologische Grundlagen der VT I muss verlegt werden! auf den 17.04.18 Frau Stührenberg, KJP
  24./25.11.17 Selbsterfahrung I Frau Stricker/Herr Kemper
9 05.12.17 Biologische und physiologische Grundlagen II muss verlegt werden auf den 24.04.18 Frau Stührenberg, KJP

9:00h

14:00h

08.12.17

Pädagogentutorium 4

Aussbildungssupervision

Frau Stührenberg

Herr Dr. Könning

9 16.01.18 Rollenspiel als Methode in der Arbeit mit Kindern und Eltern Frau Gösling, KJP
9 30.01.18 Praxis der systemischen Therapie, Zugänge zu familiären Systemen Frau Sachteleben, PP
       
9 06.02.18 Ressourcenorientierte Arbeit mit Eltern und Familien Frau Geupel, KJP
9 20.02.18 Kognitve Methoden für Kinderpsychotherapie und Eltern I muss verlegt werden auf den 29.05.2018 Frau Stührenberg, KJP
9 06.03.18 Entspannungstechniken im Kinder- und Jugendbereich Ina Knocks, KJP
9 13.03.18 Behandl.v. Angststörungen im Ki./Ju.Alter Einsatz d. Konfrontationsbehandlung Teil I Herr Radau PP/KJP
9 10.04.18 Behandl. V. Angststörungen im Ki./Ju. Alter Einsatz d. Konfrontationsbehandlung Teil II Herr Radau, PP/KJP
9 17.04.18 Biologische - Neurologische Grundlagen der VT I (vom 21.11.17) Frau Stührenberg, KJP
10 19.04.18 HKS, ADS, Diagnose u. Therapie der Störung des Sozialverhaltens Frau Dr. Adrian, PP
10 20.04.18 Störungen des Sozialverhaltens Frau Dr. Adrian, PP
9 24.04.18 Biologische-neurologische Grundlagen der VT II (vom 05.12.17) Frau Stührenberg, KJP
9 15.05.18 Prozesse mit Familien innerhalb der Therapie, Beginn, Krisen, Abschied Frau Sachteleben, PP
  23./24./25.05.18 Selbsterfahrung II in Melle Frau Stricker/Herr Kemper
9 29.05.18 kognitive Methoden für Kinder & ihre Eltern I (vom 20.02.18) Frau Stührenberg, KJP
  05.06.18 ZWISCHENPRÜFUNG

Frau Geupel,KJP

Herr Brentrup,PP/KJP

NN

9 19.06.18 Diagnostik und Therapie von Tic-Störungen Frau Dr. Woitecki, PP
9 21.08.18 Einführung in Gruppentherapie Frau Zappe, KJP
9 28.08.18 Diagnostik und Therapie bei Missbrauch von Kindern und Jugendlichen Frau de Vries, KJP
9 14.08.18 Arbeit in der ambulanten Praxis  Frau Löer,Dr Könning
5 04.09.18 Kognitive Methoden II (9.00 - 13.00 Uhr) Frau Stührenberg, KJP
  04.09.18 Kursfragen (14.30 - 18.30 Uhr) Herr Dr. Könning, KJP
9 18.09.18 Diagnostik und Therapie von Enuresis und Enkopresis Frau Gösling, KJP
9 25.09.18 Diagnose und Therapie posttraumatischer Belastungsstörungen Frau Gimm, PP/KJP
9 20.10.18 Einführung in hypnotherapeutisches Arbeiten Prof Dr. Mrochen PP KJP
  26./27.10.19 Selbsterfahrung III Frau Stricker/Herr Kemper
9 06.11.18 Konzentrationsstörungen Herr Dr. Bohn, KJP
9 14.11.18 Rechtliche Aspekte in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen & ihren Familien Herr vor der Brüggen, Dipl.-Soz.-Päd.
9 04.12.18 Diagnostik und Therapie von depressiven Erkrankungen unter Berücksichtigung suizidaler Krisen G Frau von Heyden, KJP
9 11.12.18 Diagnostik und Therapie von Borderlinestörung bei Jugendl. unter Berücksichtigung selbstverletzenden Verhaltens (G) Frau A.Könning PP
9 15.01.19 ATP Training mit Kindern und Jugendlichen (G) Frau Gileles, KJP
9 29.01.19 Einführung in Neurofeedeback mit Kindern und Jugendlichen Frau Gileles, KJP
9 12.02.19 (Mit) Gestaltung von fam. Systemen Herr Dr. Stephan Theiling, PP/KJP
9 26.02.19 Entwicklungspsychopathologie und Säuglingsforschung Frau Menzel, KJP
9 12.03.19 Diagnostik und Therapie dissoziativer Störungen Frau Cigelski, PP
9 26.03.19 Interkulturelles Arbeiten mit Familien Frau Dr. Eberding
9 02.04.19 Pädiatrie und chronische Krankheiten Herr Dr. med. Lob-Corzilius
  26./27.04.19 Selbsterfahrung IV Frau Stricker/ Herr Kemper
9 30.04.19 Diagnostik und Therapie von Esstörungen (G) Frau von Heyden, KJP
9 14.05.19 Arbeit mit Trennungs- und Scheidungsfamilien/ Patchworkfamilien Frau Zappe, KJP
9 21.05.19 Einführung in die Grundbegriffe der Psychoanalyse Herr Pietsch-Gewin, Ki.-Ju. Psychiater
9 28.05.19 Einführung in OPD Herr Pietsch-Gewin, Ki.-Ju. Psychiater
9

04.06.19

05.06.19

Triple P, Elterntraining

Einführung in Kommunikationstraining für Paare, EPL

(2 Tage nacheinander)

Frau Dr. Zimmermann, PP
9 15.06.19 Diagnostik und Therapie von Psychosen im Kindes- und Jugendalter Herr Dr. Hemmerle, PP
9 18.06.19 Arbeit mit erweitertem Familiensystem, Heim, Pflegefamilien Frau K. Tepper, KJP
9 25.06.19 Fallseminar Systemische Therapie Herr Dr. Theiling PP/KJP
  03.09.19 Vorbereitung auf mündliche Prüfung NN
5 10.09.19 Diagnostik und Therapie von Schmerzstörungen Frau Frühauf, KJP
9 17.09.19 Diagnostik und Therapie von Zwängen bei Kindern u. Jugendl. Frau Goletz, KJP
9 24.09.19 - Diagnose und Therapie von Suchterkrankungen bei Kindern u. Jugendlichen Dr. med. Fischer
5 22.10.19 - Arbeit mit problematischen Eltern Frau Bohmann-Tapken, KJP
      Kursfragen Herr Dr. Könning, KJP
9 05.11.19 Teilleistungsstörungen und Lerntherapie (G) Frau Svenja Loer, KJP
  15./16.11.19 Selbsterfahrung V Frau Stricker/Herr Kemper
       
9 03.12.19 Autismus Herr Lechmann, PP/KJP
35 11.12.19 -
14.12.19
Prüfungsvorbereitungskurs

Dr. Andreas Bohn, KJP

Fr. Stührenberg, KJP

Herr Brylla, PP

9 28.01.20 Einführung in die Neuropädiatrie Dr. med. Janauschek
9 04.02.20 Tod und Sterbebegleitung bei Kindern Herr Kleining, PP/KJP
5 18.02.20  Genusstraining (G) Herr Dr. Lutz
5 18.02.20 -Aggressivität Frau Kriebs
9 03.03.20 Einführung in Schematherapie Frau Anna Könning, PP
9 17.03.20 Emotionsseminar Herr Kleining, PP/KJP
9 24.03.20 Verfahrensvielfalt in der Ausbildung zum KJP`ler Herr Brentrup PP/KJP
9 28.04.20

Praxisgründung und Praxisorganisation,

Evaluation, Berufsrecht, Dokumentation, Abschluß

Herr Dr. Könning, PP/KJP




 

Rede zur Jubiläumsfeier 25 Jahre Praxengemeinschaft und 15 Jahre Akademie für Psychotherapie am 06.06.2014

Dr. Josef Könning - Ausbildungsleiter

 

Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Familie, Liebe Freunde und Kollegen.

Vor 15 Jahren wurden nach langjährigem Kampf die beiden Approbationsberufe der psychologischen Psychotherapeutin und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin als neue Heilberufe per Gesetz geschaffen. Dem damaligen Gesundheitsminister sei Dank. Viel Lobbyarbeit war erforderlich um eine Mehrheit für dieses Gesetz im Deutschen Bundestag sicherzustellen. Auch hier in Osnabrück haben wir damals vom Sprecherrat versucht, die Bundestagsabgeordneten zu überzeugen für dieses Gesetz zu stimmen.

Heute gibt es 40 000 approbierte Psychotherapeuten in der Bundeskammer. 18 000 Psychologische Psychotherapeutinnen und Kinder und Jugendlichen Psychotherapeutinnen haben einen eigenen Kassensitz und nehmen an der Versorgung teil.  Im Durchschnitt leisten sie 27 Therapieeinheiten in der Woche, das entspricht etwa einer 40-Stunden-Woche.

Mein erster Kontakt mit der Verhaltenstherapie entstand während meines Zivildienstes in Haus Hall, einer Einrichtung für geistig Behinderte im Münsterland. Gemeinsam mit der Heimpsychologin strukturierten wir einen systematischen Verhaltenstherapeutischen Veränderungsprozess mit Time-out, Tokenökonomie und Co-Therapeuten. Anleitend für uns war damals eine neue Veröffentlichung  von Vera Kuhlen: Verhaltenstherapie im Kindesalter. In der Veröffentlichung waren evaluierte Verhaltenstherapiekonzepte für Störungsbilder im Kindesalter aus der internationalen Literatur zusammengefasst. Es ist mein erstes Verhaltenstherapie-Lehrbuch und steht heute noch in der Bücherei in der AKJP.

Ursprünglich wollte ich nach dem Abitur Lehrer werden.  Aber nach meiner Zivildienstzeit bewarb ich mich um  einen Studienplatz in Psychologie.

Als ich  vor 40 Jahren mit dem Psychologiestudium in Münster begann,  war zu der Zeit der Dipl. Psychologe vor allen Dingen der Experte für Psychodiagnostik.

Münster war eine der wenigen Universitäten, an denen Verhaltenstherapie und Gesprächstherapie in der klinischen Psychologie gelehrt wurden. Wenige Psychotherapeuten arbeiteten damals in der Kostenerstattung in freier Praxis.

1987 wurde die Verhaltenstherapie erst in den Leitungskatalog der Richtlinientherapie aufgenommen  und damit Kassenleistung.

Die gesellschaftliche  Bedeutung der Psychotherapie ist seitdem rapide gewachsen.

 

Nach dem Studium durfte ich mit Herrn Dr. Trappe die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Kinderhospital aufbauen. Schon damals waren Dipl. Psychologen Stationsleiter, es gab einen leitenden Psychologen und die gleichberechtigte Zusammenarbeit von Arzt und Psychologe.

Bis heute ist das nicht in allen Kliniken selbstverständlich. Wir kämpfen in der  Psychotherapeutenkammer Niedersachsen darum, dass der Beruf des approbierten PP und KJP im Landeskrankenhausgesetz auf Facharztniveau verankert wird. Das muss der Gesetzgeber für uns regeln. Gleiche Bezahlung muss in den Tarifverträgen festgeschrieben werden. Verbindliche Mindeststandarts der stationären psychotherapeutischen Versorgung muss der Gemeinsame Bundesausschuss in den nächsten Jahren definieren.

Meine Damen und Herren.

Am Pfingstsamstag vor 25 Jahren fand meine damalige Frau Andrea durch eine Zeitungsanzeige das Haus in der Bohmter Straße 1. Das war der Beginn der Praxengemeinschaft  Bohmter Straße. Ich freue mich, dass der Vermieter, Herr Dr. Süß heute mit seiner Frau mit uns feiert.

Nach schweißtreibenden Renovierungsarbeiten konnte die Arbeit beginnen.

Als ich mit der Praxisgründung in die ambulante Tätigkeit wechselte, war ich der vierte niedergelassene Kassenpsychotherapeut im Delegationsverfahren in Osnabrück. Damals  war meine Praxis innerhalb weniger Wochen mit Patienten gefüllt. Allerdings wunderte ich mich, dass es fast nur AOK Patienten waren bis ich begriff, dass diese Patientengruppe damals besonders unterversorgt war.

Heute gibt es in der Region Osnabrück ca. 100 Kassenpsychotherapeuten.

Nicht die Anzahl der psychischen Erkrankungen ist gestiegen, sondern die Bereitschaft der Menschen, sich mit seelischer Erkrankung, seelischem Leid und Schmerz nicht mehr zu verstecken sondern sich offensiver damit auseinanderzusetzen und Therapie in Anspruch zu nehmen.

Epidemiologische Studien über die Häufigkeit psychischer Erkrankungen zeigen, dass die Erkrankungsrate  gleich bleibt mit ca. 30% Jahresprävalenz. Geändert hat sich das Inanspruchnahmeverhalten der Patienten. Und das ist gut so.

Die Psychotherapieforschung zeigt, dass es wirksame psychotherapeutische Methoden gibt, um seelisches Leid zu verringern. Und das zahlt sich auch noch volkswirtschaftlich aus. Die  Studie der Techniker-Krankenkasse von 3 Jahren ergab: Jeder Euro, der  für Psychotherapie ausgegeben wird, spart volkswirtschaftlich an anderer Stelle drei Euro ein.

In den S3 Leitlinien für die Behandlung seelischer Erkrankungen wird immer häufiger die evidenzbasierte Psychotherapie ergänzend oder alternativ zur medikamentösen psychiatrischen Behandlung gefordert.

Die langen Wartezeiten in den ländlichen Gebieten zeigen, dass der Bedarf an Psychotherapie noch lange nicht gedeckt ist. Geschätzt erhält jeder dritte psychisch Kranke, bei dem PT indiziert ist, heute erst eine Therapie. Die Not der Menschen zu sehen aber keinen Behandlungsplatz anbieten zu können stellt für die Kolleginnen in der Niederlassung eine zusätzliche Belastung  im Beruf dar.

Unsere Gesellschaft braucht mehr PT in Zukunft.

Das fand auch der ehemalige KBV Vorsitzende Dr. Köhler in einem Vortrag in Berlin zur Reform des PTG. Angesichts des Hausarztmangels auf dem Land könnten seiner Meinung nach PPinnen und KJPinnen über die Befugniserweiterungen für den großen Bereich der psychosomatischen Beschwerden ohne körperliche Ursache zuständig werden. Sie könnten zusätzliche Aufgaben im Bereich der Prävention und der Rehabilitation übernehmen. 

Denn:  Der Beruf der PPinn und der KJPinn ist sehr gefragt. Es gibt keinen Nachwuchsmangel wie bei den Haus- oder Fachärzten.

 

Allerdings gibt es seit der Verabschiedung des PT Gesetzes vor 15 Jahren zwei große Probleme, die in den nächsten Jahren gelöst werden müssen.

1.     Die Position der Ausbildungsteilnehmer in der praktischen Tätigkeit in der Klinik muss berufsrechtlich geklärt werden, und die Bezahlung muss der Gesetzgeber regeln.

2.     Der akademische Zugang zur Psychotherapieausbildung muss bundeseinheitlich auf Masterniveau (EQ 7) geregelt werden.

Und wir müssen alles dafür tun, die hohe Qualität der PT Ausbildung, die es heute in Deutschland an den universitären und privaten Ausbildungsstätten gibt, zu erhalten. Die hohe Qualität der Ausbildung wurde von den Autoren des Psychotherapiegutachtens 2009 festgestellt. Wir selbst haben an der AKJP mit dem Fachverband hierzu eine detaillierte Evaluation durchgeführt.

Der Deutsche Psychotherapeutentag hat einen Vorschlag gemacht, wie die oben genannten Probleme gelöst werden können und die Qualität der Ausbildung erhalten bleiben kann.

Er hat  2010 entschieden, aus den beiden Berufen PP und KJP einen Beruf des Psychotherapeuten zu machen. Das Studium schließt mit Staatsexamen und einer Berufsausübungserlaubnis ab. Einer postgradualen gemeinsamen Ausbildung folgt dann die Spezialisierung im Bereich Kinder- oder Erwachsenentherapie im zweiten Ausbildungsschritt. Der Zugang zur Ausbildung sollte durch Masterabschluß mit einem Mindestanteil an psychologischen Grundlagen geregelt werden.

Durch dies Modell sollte die bisherige Qualität der Ausbildung erhalten und ausgebaut werden.

Diese Vorstellungen der Profession hat der Gesetzgeber bisher nicht aufgegriffen und in einer Reform des Psychotherapeutengesetzes umgesetzt.

Das Gesundheitsministerium möchte aus „Gründen der Rechtsgleichheit“ die Ausbildung zur Psychotherapeutin genau so gestalten wie die Ausbildung zur Medizinerin.

Es soll an den psychologischen Instituten ein Universitäres Psychotherapiestudium geben, in dem es auch praktische Ausbildungsanteile „am Krankenbett“ gibt. Die  Approbation wird  am Ende des Studiums verliehen mit der uneingeschränkten Heilkundeerlaubnis für die Behandlung von Kindern und Erwachsenen.

Die psychotherapeutische Fachkunde wird in einer curricularen Weiterbildung nach der Approbation erworben.

Wird diese Reformidee der basalen Direktausbildung der Besonderheit der PT gerecht? Ich meine Nein.

Das zeitliche Auseinanderfallen von Approbation am Ende des Psychotherapiestudiums und der Fachkunde am Ende der Weiterbildung in der basalen Direktausbildung bedroht die bisherige Qualität der Ausbildung. Es besteht die Gefahr, dass sich approbierte Kolleginnen ohne fundierte Psychotherapie Ausbildung niederlassen. Der approbierte PT darf heilkundlich etwas, was er als Psychotherapeutisches Verfahren noch gar nicht gelernt hat.

Meine Damen und Herren,

Ich bevorzuge ein Modell der dualen Direktausbildung. Nach einem Psychotherapiestudium erfolgt ein erstes Staatsexamen mit Berufsausübungsgenehmigung. Danach wird in einem zweiten Ausbildungsabschnitt  (nicht Weiterbildung) analog der Lehrer- oder Juristenausbildung  die psychotherapeutische  Fachkunde erworben. Mit dem zweiten Staatsexamen am Ende der Ausbildung erwirbt der Teilnehmer die Approbation und die Fachkunde gleichzeitig. So ist gewährleistet, dass die Psychotherapeutin erst dann selbständig psychotherapeutisch tätig werden darf, wenn sie es auch kann, nämlich wenn sie mit der Fachkunde ein psychotherapeutisches Verfahren gelernt hat.

Meine Damen und Herren,

Psychotherapie und Medizin sind weibliche Berufe geworden. 90 % der Kindertherapeuten sind Frauen, 75 % der psychologischen Psychotherapeuten sind Frauen und 70 % der Mediziner in Ausbildung sind Frauen. Umgekehrt sind 75 % der Klienten in der Psychotherapie Frauen. Ich hoffe, dass wir in dem Festvortrag von Herrn Dr. Mößle gleich einige Antworten auf die Frage finden, warum Männer so viel weniger zur Psychotherapie kommen. Möglicherweise können wir als niedergelassene Psychotherapeuten ja aus dem Vortag von Dr. Mößle lernen, wie die Psychotherapie Männerfreundlicher werden kann.

Vielleicht brauchen wir auch neben dem Numerus Clausus andere Zugangsvoraussetzungen zum Beruf des Mediziners und Psychotherapeuten. Die weiblichen Abiturientinnen habe heute einen signifikant besseren Notendurchschnitt als die männlichen. Vielleicht studieren deshalb so viele Frauen Psychologie und Medizin.

Ich meine, wir brauchen auch in Zukunft breitere Zugangsmöglichkeiten zum Beruf auch für Interessenten, die vorher schon einen anderen Beruf gelernt haben. In meiner eigenen Biographie gibt es dafür ein Beispiel. Am Ende der 4. Klasse der Volksschule war ich nach Meinung der Lehrer zu doof für die Weiterführende Schule. Erst nach dem Ende der fünften Klasse Volkschule erhielt ich die Möglichkeit, doch noch auf die Realschule zu wechseln. Das verdankte ich einem jungen engagierten Lehrer, der gerade von der Hochschule kam.

Die oben skizierte basale Direktausbildung mit Psychotherapiestudium und fünfjähriger Weiterbildung  wird 11 Jahre dauern.

Wir sollten überlegen, ob wir nach einem 12-Semestrigen Psychotherapiedirektstudium noch eine fünfjährige ganztägige Weiterbildung zum Erwerb der Fachkunde in einem psychotherapeutischen Verfahren anschließen wollen.  st das zwingend notwendig? Ist das Familienkompatibel?

Die bisherigen Ausbildungsstrukturen in Teilzeitform sind auf jeden Fall familienfreundlicher. In den letzten 15 Jahren  gab es in der AKJP in jedem Ausbildungskurs einige Babies im Verlauf der Ausbildung.

Meine Damen und Herren,

Wie soll die psychotherapeutische Versorgung  der Zukunft in 25 Jahren aussehen?

Ich versuche aus dem bisher gesagten einige Eckpunkte zu markieren:

Die Ausbildung auf hohem Niveau muss erhalten und ausgebaut werden.

Die drei wichtigen Wurzeln des bio-psycho-sozialen Modells werden für die Ausbildungsinhalte  erhalten und weiterentwickeln, nämlich die Inhalte aus der Medizin, der Psychologie und der Pädagogik.

Größeres psychotherapeutisches Angebot für alle psychischen Erkrankungen. Zur Zeit berät der GBA über eine Erweiterung des Indikationskatalogs für die  Richtlinienpsychotherapie. Schizophrenie soll in den Indikationskatalog aufgenommen werden. Die approbierte Psychotherapeutin ist die umfassend ausgebildete Expertin für psychische Gesundheit  und Krankheit.

Es wird mehr männliche Therapeuten  in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen geben.

Fruchtbare Kooperation der Psychotherapeuten mit unterschiedlichen Berufszugängen wird die Regel sein. PP, KJP Psychiater, Nervenarzt, Kinder und Jugendpsychiater arbeiten in ambulanten Zentren zusammen. So gesehen ist die Praxengemeinschaft Bohmter Straße 1 das Modell der Zukunft.

Es wird mehr Psychotherapeuten geben. Damit kann dann auch der epidemiologische Bedarf an Psychotherapie befriedigt werden. In meiner persönlichen Vorstellung von zukünftiger optimaler Versorgung im Bereich Psychotherapie, gibt es ebenso viele Psychotherapeuten wie Hausärzte. Es gibt eine verpflichtende wechselseitige persönliche eins-zu-eins-Kooperation zwischen beiden Bereichen.

Es gibt eine gute Kooperation zwischen stationärer Behandlung und ambulanter Anschlussbehandlung.

Es wird weniger und gezieltere medikamentöse Therapie geben.

Es wird mehr präventive Psychotherapie geben.

Approbierte Psychotherapeuten bekleiden leitende Position im Gesundheitssystem.

Das Problem der ungleichen Bezahlung zwischen Psychotherapeuten und Ärzten wird auch gelöst sein. Beide erhalten das gleiche Honorar.

Meine Damen und Herren, ich darf zum Ende kommen.

Mir bleibt noch, mich zu bedanken,

Bei meinem Volkschullehrer in der 5. Klasse, der an mich geglaubt hat,

Bei meinen Patienten, Kinder und Erwachsene, von denen ich viel über das Leben lernen durfte,

Bei meiner Familie, die meinen Weg  als Therapeut, Ausbilder, Supervisor, Geschäftsführer und die damit verbundene zusätzliche Arbeit, sowie den Weg in die Berufspolitik mitgegangen ist,

Bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Berufs- und Fachverband, in der Landes- und Bundeskammer, in der Landes KV und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für die kollegiale Zusammenarbeit,

Bei den früheren und heutigen Kolleginnen und Kollegen aus der Praxengemeinschaft Bohmterstraße 1. Es ist schön mit Euch.

Bei den Mitarbeiterinnen im Büro und in der AKJP, besonders bei Carola Kemper, Marion Schrameyer und Thyra von Heyden für die unermüdliche Unterstützung.

Danke. 

Ausstellung

In der AKJP werden zur Zeit einige Werke von Kristian Gilbert ausgestellt. Dabei handelt es sich um Eichenholzskulpturen, die in der Zeit zwischen 1997 bis 2002 entstanden sind.

Sonderleistungen

Dies sind Leistungen der Akademie, die im Rahmen der 3-jährigen Ausbildung zusätzlich zu den im Ausbildungsvertrag aufgeführten Leistungen erbracht werden und von den Ausbildungsteilnehmern nicht extra bezahlt werden müssen.

  • - 20 Stunden Ausbildungssupervision
  • - Die Unterbringung während des 3 Tage-Selbsterfahrungsblocks (Gruppenselbsterfahrung) in einem Hotel.

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